Rede des Vorsitzenden Dr. Klaus Plein

Rede am 18.Oktober zur Jahrestagung des Verbandes der Elternraete der Gymn.Nds.

  1. Allgemeine Begrüßung
  2. Begrüßung der Ehrengäste :

Zunächst die  Hauptrednerin

Frau Kultusministerin Frauke Heiligenstadt

Herr  Andreas Stein  , Leiter Referat 33,  Nieders. Kultusministerium

Als Vertreter der politischen Parteien und Mitglieder des Landtages

Herr  Kai Seefried (MdL, bildungspolitischer Sprecher CDU)

Herr Clemens Lammerskitten ( MdL, Kultusausschuss CDU),

Herr Björn Försterling (MdL, bildungspolitischer Sprecher FDP) ,

Herr Claus Peter Poppe (  MdL,  bildungspolitischer Sprecher SPD),

Herr Heiner Scholing  (  MdL, bildungspolitischer Sprecher Bündnis 90/Grüne)

Als Vertreter der Verbände

Herr Helge Feußahrens, Vorsitzender Landesschülerrat

Herr Horst Audritz ( Vorsitzender des  Philologenverbandes Niedersachsen ),

Herr  Roland Neßler, Philologenverband Niedersachsen

Frau Marta Kuras, Geschäftsführerin Philologenverband Niedersachsen

Herr Stefan Bungert, Vorstand der Niedersächsischen Direktorenvereinigung

Herr  Rainer Starke ( Vorstand Deutscher Philologenverband)

Herr Andreas Schracknepper , Vorsitzender des Verbandes der Privatschulen/VdP

Herr Sven Speer, Geschäftsführer Verband der Privatschulen/VdP

Frau Gallus VdP

Frau Lange-Kunzmann, Vorstand Stadtelternrat Hannover

Herr Jörg Pinski, Stadtelternrat Hannover, Vorstand AK Gymnasium

Hartmut Geiling, Stellvertr. Vorsitzender Verband Deutscher Schulmusiker

und zahlreiche Pressevertreter  

Meine sehr verehrten Damen und Herren !

Zu der heutigen Herbsttagung des Verbandes der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens möchte ich Sie herzlich begrüßen .

Die Ankündigung  der Kultusministerin  Frauke Heilgenstadt im Februar 2014, das Turbo-Abitur (G8) zugunsten der 13-jährign Schulzeit (G9) bis zur Studienreife an Gymnasien abzuschaffen, war mutig und  wird vom Verband der Elternräte ausdrücklich begrüßt.

Der Verband  der Elternräte, der die Interessen gymnasialer Eltern  nachhaltig vertritt und sich intensiv in die Diskussion G8/G9  eingebracht hat, sieht sich mit dieser Entscheidung in seinem besonderen Engagement bestätigt.

Alle jetzt  von den Gymnasial-Lehrern  erwirtschafteten , freigewordenen Lehrerstunden nach Umstellung auf G9  müssen im System Gymnasium    bleiben und zum Aufbau des  „ modernen Abiturs „  genutzt werden.

Nur eine ausreichende Unterrichtsversorgung garantiert auch zukünftig eine hochwertige Ausbildung unserer Schüler in den MINT-Fächern und Fremdsprachen.

Der  Verband fordert Sie , Frau  Kultusministerin,  auf ,  im Streit um die Erhöhung   der Unterrichtsverpflichtung der Lehrer an Gymnasien von 23,5 auf   24,5  Stunden  und  die  Aussetzung  der Altersteilzeit  endlich substantiell auf die Lehrer zuzugehen  und den Schulfrieden wieder-herzustellen.

Die Klage des Philologenverbandes und die Streikandrohung der GEW lassen hier für uns Eltern und die Schüler ganz im Gegenteil noch mehr Unruhe erwarten.

Scharf kritisiert der Verband der Elternräte die aktuellen Ankündigungen der Landesregierung, per Schulgesetznovelle ab 2015 Gesamtschulen als ersetzende Schulform einzuführen. Auch die Aufgabe der Schullaufbahn-empfehlung und der Notengebung in der Grundschule werden von uns abgelehnt.

Das Recht unserer Eltern, ein Gymnasium  für Ihre Kinder auswählen zu können wird dadurch außer Kraft gesetzt, da Gymnasien vor Ort und insbesondere im ländlichen Raum, zu Gunsten von Gesamtschulen nicht    mehr angeboten werden.

“ Für unsere Schülerinnen und Schüler bleibt in der Konsequenz nur noch

die Wahl zwischen langen Fahrzeiten zum Gymnasium oder der Gesamt-

schule vor Ort“

Der Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens  begrüßt die Ankündigung des Kultusministeriums, das Ganztagsangebot an den Gymnasien auszubauen und die finanzielle und personelle  Unterstützung  in den kommenden Jahren zu erhöhen.

Folgende Forderungen stellt der Verband:

1.)Erziehung in Elternhaus und Familie bleibt nach Ansicht des Verbandes weiterhin eine zentrale Aufgabe der Eltern und darf nicht zu einer Verpflichtung führen, die Kinder in  Schulen mit einem gebundenem Ganztagesangebot abgeben zu müssen .

2.)Daher muss weiterhin gewährleistet werden, dass Schulen in offener, teilgebundener und gebundener Form den Ganztagsschulbetrieb durchführen können.

3.)Ausserordentlich begrüßt wird die Möglichkeit, Ganztagsschulzüge zu errichten.

4.)Eine Abstimmung des Ganztagsschulbetriebs  mit dem Unterricht in Religions-gemeinschaften (z.B Konfirmationsunterricht) ist sicher zustellen. Ebenso ist die Teilnahme an ausserschulischen Aktivitäten in lokalen Vereinen, Sportgruppen, der Feuerwehr, dem THW und auch Musikgruppen zu ermöglichen und abzustimmen. Ggf. können diese Angebote im Ganztagsschulbetrieb integriert werden.

5.)Begrüßt wird die Forderung, dass der Anteil der Lehrerstunden nicht   60 % des gesamten Zusatzbedarfs für den Ganztag unterschreitet.

7.)Gymnasien und Gesamtschulen sind bei der Ausstattung im Ganztagsschulbetrieb gleich zu behandeln.

8.) Um auch kleineren Gymnasien einen Ganztagsschulbetrieb zu ermöglichen, sollte diesen Schulen ein Sockelgrundbedarf an Lehrerstunden im Ganztagsangebot zugewiesen  und dann nach Anzahl der teilnehmenden Schüler gefördert werden.

Sehr geehrte Frau Kultusministerin Heiligenstadt, wir sind gespannt , was Sie uns zu dem Thema  „Entwicklung der Ganztagsschule an Gymnasien-

Bedarf, Perspektiven und Umsetzung „unter dem Aspekt des  „ Modernen Abiturs „  nach     9 Jahren am Gymnasium , zu sagen haben .

2018-05-23T10:59:49+00:0022. Dezember 2014|Jahrestagung|