Schwerer Hieb gegen die Gymnasien zum Schuljahresbeginn

Schwerer Hieb gegen die Gymnasien zum Schuljahresbeginn
Dramatische Entwicklung der Unterrichtsversorgung
Verband ruft Bildungsnotstand aus!

„Die heutige Ankündigung der Ministerin, sie habe die Schulen gut auf das neue Schuljahr vorbereitet empfinden wir Eltern als blanken Hohn und als Grenze zum Zynismus“, empört sich Dr. Jeschke, Vorsitzender des Verbandes, in seiner ersten Reaktion auf die heutige Pressekonferenz der Kultusministerin zum Schuljahresbeginn. Die Ministerin erkennt kleinlaut, dass alle Pläne der vergangenen vier Jahre zur Lehrkräftegewinnung und zur Sicherung der Unterrichtsversorgung beispiellos gescheitert sind. Jetzt sollen die Eltern beruhigt werden, indem krampfhafte und unglaubwürdige Erklärungen verlautet werden, dass der Pflichtunterricht bereits bei einer landesweiten Unterrichtsversorgung von 98% und einem Versorgungswert von rund 80% sichergestellt werden kann. Durch diese Äußerung wird in geradezu schockierender Weise deutlich, dass im Ministerium ein Zustand völliger Anspruchslosigkeit erreicht ist.  Nicht nachzuvollziehen ist daher, dass von 772 Stellen für das Lehramt an Gymnasien 418 für die Gesamtschulen und lediglich 310 für die Gymnasien ausgeschrieben wurden. Angesichts dieser unverhältnismäßigen Lehrerzuweisung ist es nun an der Zeit, die angemeldeten Zusatzbedarfe auf den Prüfstand zu stellen.

„Die Zahl 80% reicht an Gymnasien nicht einmal für den Pflichtunterricht aus. Der Ausfall des Wahlangebotes gefährdet grundlegende, in Erlassen geregelte Bildungsziele der Gymnasien“, empört sich Dr. Jeschke. Dadurch geht die individuelle Schwerpunktbildung der Schülerinnen und Schüler der Gymnasien verloren. Zusätzliche Belastungen, wie die kurzfristige Zwangsabordnung von hunderten Gymnasiallehren an Grundschulen verkraften die Gymnasien nicht mehr. Die Unterrichtsversorgung steht vor dem unmittelbaren Zusammenbruch.

Unglaubwürdig ist zudem, dass die Ministerin ihr Versagen, eine landesweite Unterrichtsversorgung sicherzustellen immer wieder auf die Flüchtlingsbewegung und die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt schiebt. Das Ministerium habe doch durch zahlreiche Fehlplanungen und Fehlentscheidungen der letzten Jahre einen erheblichen Anteil daran, dass fertig ausgebildete Referendare nicht eingestellt wurden oder gar in andere Bundesländer abgewandert sind.

„Seit Regierungsübernahme von Rot/Grün befindet sich Niedersachsen auf einer bildungspolitischen Talfahrt“, erklärt Dr. Jeschke, Vorsitzender des Verbandes.

„ Jeden Tag fällt Unterricht aus, an jeder Schule in Niedersachsen, das ist die Realität an den Schulen!“ macht Dr. Jeschke deutlich.“

Dr. Hartwig Jeschke, Vorsitzender
Petra Wiedenroth Geschäftsführerin

2018-05-23T12:18:00+00:002. August 2017|Pressemitteilungen|